Intime Nähe zu Gott in der Anbetung – Die “intime Nähe zu Gott zu suchen” ist fast zu einem Schlagwort in der heutigen Lobpreis- und Anbetungsszene geworden und hat dadurch ein wenig an Bedeutung verloren. Vielleicht kann man es am einfachsten so erklären, dass wir alle die Sehnsucht in uns tragen, Gott zu kennen und von ihm gekannt zu werden. Dies ist nur durch das Werk Christi am Kreuz möglich. In der Anbetung sehnen wir uns danach, Gott in einer tiefen Weise zu begegnen und dadurch den Mut zu gewinnen, unsere Herzen vor ihm ganz zu öffnen. Vielen von uns fällt es vielleicht leicht zu Gott zu kommen, da wir über Jahre hinweg Erfahrungen mit ihm gesammelt haben. Für andere hingegen braucht es vielleicht etwas mehr Zeit, das Vertrauen aufzubauen um Gott in dieser persönlichen Weise zu erleben. Wir wollen lernen, Blokaden zu überwinden, die uns von dieser Art Nähe in der Anbetung abhalten. Als Lobpreisleiter wollen wir diese Nähe zu Gott selbst erfahren und dann für andere erfahrbar machen.
Leidenschaftliche Anbetung – Die Ausdrucksformen unserer Anbetung sollten die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen umfassen – von Trauer- bis hin zu lautem Jubel. Die Bibel gibt uns keinerlei Warnungen, was den Ausdruck von leidenschaftlicher Anbetung angeht. Stattdessen werden wir nur davor gewarnt, Dinge mit unseren Mund zu bekennen, die unser Lebensstil nicht widerspiegelt. Ein echter leidenschaftlicher Ausdruck von Anbetung ist ein fruchtbarer Boden, um Freude und Kreativität unter Christen freizusetzen.
Ehrliche Anbetung – Wir schätzen den ehrlichen Ausdruck unserer Anbetung und das wir uns vor Gott öffnen und verletzlich machen. Wir wollen Songwriter und Lobpreisleiter dazu ermutigen, die Sprache des Herzens zu verwenden, wenn sie Lieder schreiben oder für eine Lobpreiszeit aussuchen – Lieder, die aktuelle und persönliche Erfahrungen mit Gott beschreiben, nicht nur die, die gerade “in” sind. Ehrliche Anbetung wie sie David uns vorgelebt hat, wird den Leib Christi dazu ermutigen, sich vor Gott zu öffnen und ehrlich zu sein.
Anbetung, in der Gott im Mittelpunkt steht – Wenn die Bewunderung Gottes nicht im Zentrum unserer Anbetung steht, stehen wir in der Gefahr, selbstzentrierte und “blutarme” Anbetung zu produzieren. In all unserer Ehrlichkeit, Leidenschaft, Verletzlichkeit und Nähe zu Gott dürfen wir nicht die Verherrlichung seines Namens aus den Augen verlieren. Dies geschieht, wenn wir unseren Blick von uns selbst weg und auf ihn richten. Anbetung beinhaltet auch oft ein Element des Opferbringens (Heb. 13:15). Selbst wenn wir immer auch persönlich von Anbetungszeiten profitieren werden, dürfen wir nicht vergessen, das Anbetung sich im Kern um Gott dreht und das er im Mittelpunkts stehen muss.
Verschiedene künstlerische Ausdrucksformen in die Anbetung mit einzubeziehen – Unsere Kreativität wurzelt ultimativ in Gott selbst. Wir glauben, das jegliche künsterlichen Ausdrucksformen in die Anbetung mit eingebracht werden können. Wir befinden uns auf einer Entdeckungsreise um zu erkunden, wie Tanz, Gedichte, Malerei, Töpferei und andere kreative Ausdrucksformen in die Anbetung mit einfliessen können – sowohl in persönlichen, als auch gemeinsamen Anbetungszeiten.
Unser Bestes geben – Wir wollen nicht nur in unserem persönlichen geistlichen Leben und in Beziehung zu anderen unser Bestes zu geben, sondern auch als Anbetungsmusiker und –künstler. Dies ist nicht mit Perfektionismus zu verwechseln, denn dieser unterdrückt unsere Kreativität. Stattdessen wollen wir unser Bestes geben und unsere Begabungen durch viel Übung und Disziplin ausbauen, damit sich unsere Kreativität frei entfalten kann.
Die Gegenwart Gottes – Gott ist immer bei uns, jedoch gibt es Zeiten in denen uns seine Gegenwart besonders deutlich wird. Dies kann jederzeit passieren – ob wir spazierengehen, Auto fahren oder mit anderen zusammen anbeten. Als Lobpreisleiter ist es uns wichtig, Wege zu finden, um Gottes spürbare Gegenwart in unseren Anbetungszeiten zu ehren und ihn einzuladen, sich uns zu offenbaren. Wir glauben, dass ihn diese Einladung ehrt und diese Zeiten auch oft große Bedeutung für uns als Christen haben.
Anbetung als Lebensstil – Wir glauben, dass wenn wir eine Berufung als Anbetungsleiter haben, dies aus einem Lebensstil der Anbetung heraus gelebt werden sollte. Dies bedeutet, dass wir den Akt der Anbetung nicht von unserem alltäglichen Leben trennen können. Wir wollen wahre Anbeter sein, nicht nur die Tätigkeit der Anbetung ausüben. In unserem Leben wollen wir Gott und anderen gegenüber offen und in Gemeinschaft eingebunden sein. Das gibt uns die Möglichkeit, einen Lebensstil der Anbetung zu führen in dem wir unseren Nächsten lieben und ihm gegenüber verantwortlich leben. Das hilft uns unser Leben im Blick auf diejenigen zu leben, die wir in die Anbetung führen wollen. Lobpreis ist im Kern direkt mit unserer Liebe zueinander verbunden, mit unserem Herz für die Armen und mit unserem Lebensstil zu Hause oder bei der Arbeit.
Die Aufgabe des Lobpreisleiters ist eine Funktion, keine Position und bedeutet, dass wir uns nicht über andere erheben. Wir erkennen, dass wir alle gleich sind in unserem Stand vor Gott.
Mentoring in der Anbetung – Wie auch in allen anderen Aspekten der Zurüstung zum Dienst, glauben wir daran unsere Erfahrungen und Begabungen an alle weiterzugeben, die das Bedürfnis haben von uns zu lernen. Wir können von den Erfahrungen anderer lernen, besonders wenn andere vor uns den Weg gebahnt haben, den wir gerade erst betreten. Aus diesem Grund ist es uns auch sehr wichtig, dass wir Kindern und der unmittelbar nächsten Generation helfen, ihre Berufung zu entwickeln ohne neidisch auf sie zu sein. Ein Prinzip in Gottes Reich ist Multiplikation und wir suchen nach Wegen, um anderen beim wachsen zu helfen.
Anbetung außerhalb der Gemeinde – Bestimmte Musiker und Künstler haben eine Berufung, die über die unmittelbaren Gemeindegrenzen hinweg geht und das kulturelle Leben ihrer Städte und Regionen beeinflussen wird. Einige sind vielleicht Teil eines Lobpreisteams in der Gemeinde und spielen außerdem in lokalen Rockbands, Folkbands oder Künstlervereinigungen. Wir wollen helfen, diese Berufung in anderen zu entwickeln und sie zu ermutigen. Dies ist eine sehr natürliche Art unsere Umgebung positiv zu beeinflussen.
Prophetische Anbetung – Prophetische Anbetung ist eine Ausdrucksform für diejenigen, die gelernt haben, auf Gottes Stimme zu hören und dann weiterzugeben, was er sagt. Prophetisch zu leiten bedeutet, jederzeit auf Gott hören zu wollen und zu können. Das zeigt sich in einfachen Dingen wie der Liedauswahl an einem Sonntag Morgen oder es kann auch ein bisschen mysteriöser aussehen, indem der Musiker einfach weiß, welcher Sound, welche Note, Synkopierung oder Bewegung in dem gegebenen Moment zu betonen sind. Es wird außerdem sichbar darin, dass der Musiker einen Sinn für Gottes Timing hat. Prophetisch zu sein bedeutet, Leidenschaft und Ehrlichkeit zu praktizieren und Gott nahe und auf ihn ausgerichtet zu sein. All diese Dinge helfen uns dabei, wahre prophetische Anbetung auszudrücken.